Die Englische Lebensversicherung
Eine Lebensversicherung erfüllt in Deutschland zwei verschiedene Aufgaben. Sie dient zum einen – wie die Bezeichnung bereits andeutet – zum Absichern der Familienangehörigen für den Fall des Todes des Versicherten, zum anderen wird sie ebenfalls gern als Geldanlage herangezogen. Dabei ist grundsätzlich zwischen einer Risikolebensversicherung und der Kapitallebensversicherung zu unterscheiden. Sehen wir uns eine Kapitallebensversicherung einmal etwas genauer an. Hierbei handelt es sich um eine Versicherung, die ihre Leistung im so genannten Erlebensfall auszahlt.
Während also bei der Risikolebensversicherung die Versicherungssumme nur dann ausgezahlt wird, wenn der Versicherte im Laufe der Versicherungsdauer verstirbt, schüttet die Kapitallebensversicherung ihre Leistung dann aus, wenn der Versicherte den Zuteilungszeitpunkt erlebt. Daher eignet diese Versicherung sich ausgesprochen gut als Geldanlage. Jedoch sind Lebensversicherungen von deutschen Anbietern drastisch reglementiert. Es ist beispielsweise genau vorgeschrieben, wie das Kapital der Anleger verwendet werden darf und wie nicht. Hochspekulative Kapitalanlagen, um das Anlegerkapital zu vermehren und bessere Renditen zu erzielen, sind per Gesetz verboten. Wer in eine Lebensversicherung investieren und dabei sehr gute Renditechancen bekommen will, für den könnte eine englische Lebensversicherung das Richtige sein. Sie besitzt zwar weniger hohe Garantieleistungen wie eine normale deutsche Lebensversicherung, bietet auf der anderen Seite aber viel höhere Renditechancen. Im Wesentlichen wird das Geld der Anleger bei der englischen Lebensversicherung wesentlich spekulativer angelegt. Der Versicherte muss in diesem Fall allerdings auch mit einem etwas erhöhtem Verlustrisiko leben.
Trotzdem sind auch englische Lebensversicherungen durch ausgeklügelte Einlagensicherungsfonds etc. heute sehr gut – u. a. gegen einen Totalverlust des Anlegerkapitals – abgesichert. Als Vertragspartner für eine englische Lebensversicherung sollte man sich erst einmal ausführlich informieren, etwa über das Internet. Unter vielen Anbietern gibt es immer wieder schwarze Schafe auf dem Versicherungsmarkt, die man nach Möglichkeit meiden sollte. Einige Portale im Netz vergleichen die verschiedenen Anbieter miteinander und geben Ratschläge zur Wahl der am besten passenden Versicherung.
Tags: Englische LebensversicherungBeitrag veröffentlicht am 30. Januar 2012 | Kategorie: Versicherungen